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ALGERIEN 2003

Oued Imirhou, Col d´Anai, Erg Tihodaine


Im Februar 2003  fuhren wir von Illizi in Richtung Tarat. Nach ca 40 km bogen
wir in´s Oued Imirhou hinein.
Die herbstlichen Wasserfluten haben überall ihre Spuren hinterlassen.
In der Mitte des Oueds war teilweise noch Wasser und die Ränder waren schwer zu befahren.
Dort wo kein Wasser war, war der Boden durchgeweicht wie ein Pudding.
Die Flora war so überwältigend, daß man sie teilweise nur mit einer Machete  bewältigen konnte.
Aber das Wetter war schön und wir wollten durch.
Nach 65 km und zwei Tagen haben wir Hassi Issiguel erreicht.










Danach ging es zuerst auf die Asfaltstrasse und später durchs Tassili nach Djanet. Unser Ziel war das libysche Grenzgebiet im Südosten Algeriens.
Wir wollten die Merzouga vom Oued Djerane zum Col d´Anai queren.
Da es in letzten Jahren durch verstärkte Winde zu ständigen Sandverlagerungen kommt, muß man immer wieder Durchgänge suchen.
Die 80 km lange Durchquerung zum Col d´Anai dauerte volle zwei Tage.




Weil es so schön war, wollten wir nicht aufhören. Wir kreuzten die Merzouga noch einmal. Diesmal in Richtung SW. Das Spiel wiederholte sich. Es hieß: suchen. Nach drei herrlichen Tagen fuhren wir am Gara Kassar vorbei nach Alidema. Danach durch den Erg d´Admer und zu den “weinenden Kühen”. Von Djanet nach Djanet  hatten wir bis auf eine französiche Gruppe im Oued Djerane 10 Tage lang niemanden gesehen.

Ab Djanet ging es nach Hause. Wir fuhren über den Erg d´Admer ins Tafasasset und zum Erg Tihodaine. Von dort wollten wir direkt zum Erg Tifarnine und nach Hassi Bel Gebbour. Bei Tin Haberti  fanden wir frische Spuren. Schmale Reifen, Normalprofil. Eine typische Marlborospur. Und sie ging in unsere Richtung, zum Ahelleguene, also durch´s Oued zum Erg Tifarnine. Dieser Durchgang ist durch eine Düne gesperrt. Beim Befahren vom N in den Süden ist der Aufstieg auf der Ostseite. Er ist kürzer und leichter, aber er hat eine steile Abfahrt sehr nahe an der Seitenwand und einen Huckel in der Fallinie, dem man ausweichen muß.
Vom Süden in den Norden ist die Auffahrt in der Mitte. Sie ist oben sehr steil. Wenn dort keine Spur ist, muß man den Scheitel der Düne abgraben.
Die Abfahrt ist lang und sehr steil und man muß sie so schnell abfahren daß man nicht ins Rutschen kommt. Und wieder gibt es einen Huckel, aber diesman links von der Fallinie.
Als wir näher gekommen sind, haben wir gesehen, das nur der Nord - Süd Übergang gespurt war. Unsere Richtung war unberührt. Das hätte bedeutet: Abgraben. Die zweite Möglichkeit war das Steinplateau, das westlicher liegt und auch zum Erg Tifarnine führt. Die dritte Möglichkeit war über Amguid zu fahren. Die Vierte über Afara auf die Asfaltstrasse und über Illizi in den Norden. Das Wetter war fantastisch und die Sicht kilometerweit. Die Entscheidung war leicht. Wir sind über Afara gefahren.